Dem aus Chemnitz stammenden jungen Buchhändler und Antiquar Wolfgang Weidlich in Frankfurt/Main ließ es keine Ruhe, dass seine traditionsreiche Heimat von der Bildfläche verschwinden sollte. Zur Buchmesse 1956 brachte er den Bildband „Unvergessenes Sachsen“ als ersten Titel seines eigens für dieses Buch gegründeten Verlages heraus. Tapfer verlegte er gegen das Verschwinden des Landes Sachsen an und erweiterte das Verlagsspektrum um zahlreiche Titel aus anderen deutschen Regionen.
Satire und heitere Literatur interessierten mich als jemanden, der aus dem Land von Erich Kästner, Hans Reimann, Joachim Ringelnatz und Lene Voigt kommt, schon von Schülerzeiten an .Noch während ich Verleger des Marion von Schröder Verlages war, brachte ich 1966 zusammen mit G. H. Herzog im Scherz Verlag die Satire-Anthologie „Scherz beiseite“ heraus.
Das war für Wolfgang Weidlich Anlaß, 1968 eine Sammlung sächsischen Humors bei mir zu bestellen. Er erfand dafür den Titel „Sachsen wie es lacht“ und eröffnete damit eine ganze Länderreihe. Auch an meinen Folgeband „Typisch sächsisch“ schloß Weidlich eine ganze Länderreihe an.
Inzwischen sind es fünf Sachsentitel – und nicht nur heitere – die ich herausgebracht habe. Dazu kommen zehn Erzgebirgsbücher. Und das alles nur, weil der kleine Ehrhardt seinerzeit die Aufschrift „Spielzeugverlag“ so faszinierend fand.
