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Titel: Hellerau leuchtete |
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Das Wesentliche in Kürze:
Die 1909 gegründete Gartenstadtsiedlung Hellerau hat ihre Strahlkraft als umfassendes Projekt der frühen Moderne bis heute nicht verloren. Die Einheit von Wohnen und Arbeit, Kultur und Bildung zog Anfang des letzten Jahrhunderts Reformbegeisterte aus ganz Europa an, die Zeuge der real praktizierten Lebensreform werden wollten. Einige besuchten Hellerau nur für kurze Zeit, andere blieben, und viele berichteten über ihre Erfahrungen. Ehrhardt Heinold und Günther Großer haben diese Augenzeugenberichte aufgespürt. Es handelt sich durch durchweg um authentische Zeitzeugnisse – Erinnerungen prominenter Autoren wie z. B. Heuss, Nolde, Jacques-Dalcroze, Shaw, Rilke und Neill. Die Texte stammen aus Helleraus großer Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mit Nachklängen bis in die 1920er Jahre und behandeln alle Facetten des Projekts Hellerau, also neben der Wohnsiedlung u. a. auch die „Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst“ und das Festspielhaus (Bildungsanstalt für Rhythmische Gymnastik). Die Anthologie vermittelt somit eine umfassende Übersicht über die innovative Gartenstadt aus der Sicht der Beteiligten und erlaubt damit ganz neue Einblicke in das epochemachende Projekt.
Quelle: www.verlagsgruppe.de
Stimmen zum Buch:
"Alles in allem ein ebenso kurzweiliges wie informatives Lesebuch, vervollständigt mit einer Zeittafel und biografischen Informationen zu den Beiträgern. 'Hellerau Leuchtet' - ein Erinnerungsbuch legt das Präteritum dieser Feststellung nahe, bleibt zu hoffen, dass man sie auch im Futur gebrauchen kann."
SAX, Mai 2007
"Wie auf einer Bühne lassen die beiden Herausgeben Ehrhardt Heinold und Günther Großer Zeugen von damals noch einmal auftreten und berichten. 51 haben sie aufgerufen. Ein sehr gelungene Auswahl."
Dresdner Neuste Nachrichten, 19.03.2007
"[...] ein feines Lesebuch. Kurzbiografien, Chronik, Personenverzeichnis runden es ab. Es führt uns vor Augen: Nirgendwo in Dresden, ja in Deutschland ist der geistige Horizont so weit gewesen wie auf diesen 140 Hektar sandigen Geländes hundert Meter über dem Elbtal. Auf wie vielen Gebieten ist dort in jenen Jahren ganz Neues versucht worden: Handwerk, Architektur und Städtebau, Tanztheater, Bühnentechnik, Erziehng (übrigens auch mit lernbehinderten Kindern), Literatur, Buchkunst. Von Leuten aus ganz Europa. Man kann nicht oft genug an diesen Grünen Hügel der Avantgarde erinnern. Da, Dresdner, vor eurer Haustür, habt ihr das, woran heute im Großen gebaut wird, schon einmal als Modell gehabt: ein Europa des mittelständischen Unternehmertums, des Geistes, der Kulturen, der Morderne. Wir hatten also eine Zeit, da konnte man in Dresden mit der Straßenbahn von Sachsen nach Europa fahren. Hellerau ist mehr als Geschichte, es ist noch gar nicht zu Ende gedacht, es ist eine Aufgabe. Es sollte wieder leuchten."
Tomas Gärtner, Dresdner Neuste Nachrichten, 19.03.2007
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