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November 2010 - Heinold fragt: Wer war's?



Lesen Sie aufmerksam folgenden Text und schicken Sie uns die richtige Lösung: Die gesuchte Person studierte Pädagogik und schloss das Studium mit dem Grundschullehrerexamen ab. Sie begann es in dem Jahr, nach dem bis heute eine ganze Generation heißt.

Vom Geist jener damit gemeinten politisch-gesellschaftlichen Bewegung war der Beginn ihrer verlegerischen Laufbahn geprägt. Zunächst war es ein studentischer Nebenjob in einem neu gegründeten pädagogischen Verlag, dann gab sie dort mit „zarten 22 Jahren“ ihre erste Reihe heraus. „Ich bin einfach so reingerutscht“, kommentiert sie ihren damaligen Start.

Der Verlag brach nach wenigen Jahren zusammen. „So ein Konkurs bildet ungemein“, sagt sie heute in der Rückschau. Jedenfalls schreckte er sie nicht ab. Im Gegenteil: Sie kaufte die von ihr betreuten Titel aus dem Konkurs heraus und gründete ihr eigenes Unternehmen unter einem ideologisch gefärbten Namen. Der pädagogische Verlag hatte einen kollektiv geführten Jugendbuchverlag dazu gekauft. Den angelte sich dessen Gründer ebenfalls aus dem Konkurs heraus, der im Gegensatz zu der gesuchten Person gelernter Verlagskaufmann und der Sohn eines in der Nachkriegszeit wichtigen Verlegers war. Es gab – angesiedelt in einer Wohngemeinschaft – nun zwei Verlage mit einem gemeinsamen Verlagsbüro, die nach außen als ein Verlag auftraten. Der Kompagnon schied nach 14 Jahren aus; er betreibt heute eine „biographische Buchwerkstatt“.

Die gesuchte Person aber fasste die beiden Verlagszweige unter ihrem eigenen Namen zusammen. Noch immer in ihrem Besitz, wird der Verlag von Lesern, von den Medien und vom Buchhandel hoch geschätzt. „Der erfolgreichste und größte Kleinverlag“ - so hat ihn ein Beobachter genannt. Dem Unternehmen kommt zugute, dass das Publikum immer auf Davids Seite ist, wenn dieser gegen Goliath kämpft.

Es hat viel mit dem Image der Gründerperson zu tun, wenn das Programm mit jährlich etwa 30 neuen und einer Backlist von über 150 Titeln als Einheit empfunden wird, obwohl es so unterschiedliche Kategorien wie Romane, Kurzgeschichten, Gedichte, Essays, Hörbücher sowie thematisch breit gefächerte, in weitestem Sinne politische Sachbücher umfasst. Und nicht zu vergessen: „Satire sorgt für Umsatz“. Schon in der eingangs erwähnten Reihe war der Karikaturenband einer damals sehr beliebten Zeichnerin zu finden.

Der Durchbruch des Verlags kam vor 18 Jahren mit einem Buch, in dem der Mitarbeiter einer großen Zeitung seine heiter-selbstironischen Kolumnen zusammenfasste. Unter einem sachbuchähnlichen Titel sprang es sofort auf die Bestsellerlisten und hat bis heute über eine Million Auflage erreicht hat. Im Übrigen gelten Qualität und Beständigkeit als Erfolgsrezepte des Verlages. So sind die Titel des erwähnten Autors mit Illustrationen stets desselben Zeichners ausgestattet. Seine Bestseller und die einiger anderer Autoren sorgen bis heute für ein solides wirtschaftliches Verlagsfundament.

Die gesuchte Person wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet. So im Jahre 2006 von BuchMarkt und im Jahre 2009 mit einer Medaille, deren Name an den ersten Satz der Erzählung „Gladius dei“ eines berühmten deutschsprachigen Nobelpreisträgers anklingt. Sie wird von der Stadt vergeben, in der der Verlag von der Gründung bis heute seinen Sitz hat.

Heinold fragt: Wie heißt die gesuchte Person (Vor- und Familienname)?

Quelle: www.buchmarkt.de
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