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Heinold fragte im März nach Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen



Es war das Ackerbürgerstädtchen Göttingen, in dem Georg August, König von England, Kurfürst von Hannover, 1735 eine Universität gründete. In seinem Auftrag holte Gerlach Adolph Freiherr von Münchhausen (1688-1770) Abraham Vandenhoeck (1700-1750) als Druckerverleger und Buchhändler in die Stadt.

Der gebürtige Niederländer kam über London – wo er Anne Parry (1709-1787) geheiratet hatte – und Hamburg nach Niedersachsen bzw. in das Kurfürstentum Hannover. Nach seinem frühen Tod führte seine Witwe Anne das Unternehmen weiter. Nach ihrem Ableben übernahm Carl (I.) Ruprecht als ihr Haupterbe die Firma. Nach ihm und dem Gründer heißt sie bis heute, und sie ist noch immer in siebter Generation im Besitz der von ihm 1787 gegründeten Familie. In der soeben erschienenen Festschrift finden sich eine Ahnentafel und eine Liste der heutigen elf Familiengesellschafter.

Die operative Geschäftsführung liegt seit 2005 in den Händen der nicht zur Familie gehörenden Carola Müller. Als geschäftsführender Gesellschafter hält Ulrich Ruprecht (* 1944) die Verbindung zwischen Geschäftsführung und Gesellschafterversammling.

Bei der von Vandenhoeck & Ruprecht übernommenen traditionsreichen Nachschlagewerksmarke handelt es sich um den Ploetz. Der Verlag ist seit deren Gründung Mitglied der Vertriebskooperation UTB-forum und liefert wie dessen elf andere Mitglieder seine gesamte Produktion über Brockhaus Commission aus.

Literatur: Auf den Spuren von Forschung und Lehre. 275 Jahre Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010. ISBN 978-3-525-39162-4 (darin weitere ausführlicher Literaturangaben, auch zum Verlagsarchiv).

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